Fioletowy trójkat šmierci (Lila Winkel des Todes), Zeitschrift Przeglad (Weekly Review), Nr. 46, 14. November 2004, S. 60-62. Über die Inhalte der Sonderausstellung (2004) zu den Lila-Winkel-Häftlingen (Bibelforscher/Zeugen Jehovas) im deutschen Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz in Polen.
PDF (Online Version, Stand 2006)

Arbeitsübersetzung aus dem Polnischen (Auszüge)

Przeglad vom 14.11.2004

Lila Winkel des Todes

Jehovas Zeugen waren die einzige Gesellschaftsgruppe,
die von den Nationalsozialisten ausschließlich wegen ihrer religiösen Überzeugung verabscheut wurde

[...]

Die ersten Gegner des Nationalsozialismus

Johannes Wrobel, der Koordinator des Geschichtsarchives der Zeugen Jehovas in Selters/Deutschland, dokumentiert die Verfolgungen, welche Angehörige dieser Religions-gemeinschaft von Anfang bis zum Ende des Dritten Reiches erdulden mußten. Der Archivmitarbeiter hat täglich mit Berichten von Holocaust-Überlebenden zu tun; wenn er aber darüber spricht, wird sein Gesichtsausdruck traurig.

"Bitte zu beachten, daß Zeugen Jehovas in keiner Weise Regierungen bekämpften", sagt Wrobel. "Aber der Nationalsozialismus war für sie nicht akzeptierbar. Die Bibelforscher konnten sich nicht dem 'Dritten Reich' unterordnen, da sie sich als Bürger des Königreiches Gottes fühlten."

In einem faschistischen Land war kein Platz für solche, die den biblischen Grundsatz: "Wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen" wörtlich nahmen. Die Geschichte der Zeugen Jehovas im Krieg wurde später im allgemeinen Bewustsein durch Statistiken stark zerzaust. Die Gehenna zigtausender Bürger verschiedener europäischer Staaten verwischte sich in den Berichten von Historikern unterschiedlicher Nationen, welche die Dramen von hunderttausenden oder vielleicht sogar Millionen von Bürgern ihrer eigenen Länder bzw. Nationen beschrieben.

Steffen Reiche [...]


Standhaft

[...]

„Das Hitler-Regime wandte sofort polizeiliche Repressionsmethoden an als die Bibelforscher offiziell den Führerkult verwarfen und gegen den rassistischen Wahnsinn, den Nationalismus und die Perspektive des Krieges protestierten. Außerdem verkündigten sie die Botschaft eines kommenden friedlichen Königreiches Gottes auf Erden“, erklärt Johannes Wrobel.

Hitler [...]

 

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