Titelfoto oben: Besucher stehen Schlange am 5. Oktober 2006, um Einlaß ins Holocaust-Museum (USHMM) in Washington D.C. zu erhalten und das "Public Program" mit verfolgten Überlebenden des NS-Regimes und Historikern mitzuerleben, worauf die Biographie eingeht. Profilfoto:  Am 21. September 2004 in Auschwitz (Polen), ehemaliges deutsches Konzentrationslager und heute Museum, zur Ausstellungseröffnung über die KZ-Gefangenen mit dem lila Häftlingswinkel. Das Foto ist einem ausführlichen Bericht darüber in der polnischen Zeitschrift   "Przeglad" vom 14. November 2004 entnommen.


Johannes
Stephan Wrobel
RÜCKBLiCKE, AUSBLiCKE, AUGEN-BLiCKE
Mein Nachschlagewerk gegen das Vergessen

 BIOGRAPHIE, TEIL I (1996 – 2008/heute)
A RUNNING BIOGRAPHY, PART I

© 2016, 2018




LINKS (Teil I): Veranstaltung am 5. Oktober 2006 im United States Holocaust Memorial Museum (USHMM), Washington D.C., hier zusammen mit ☞ Franz Wohlfahrt (links, weiteres Foto, USHMM-Video), einem österreichischen Überlebenden der NS-Verfolgung als Kriegsdienstverweigerer (1940 – 1945). RECHTS (Teil II): Äußere und innere Freiheit als Grundwert, (m)ein "Augen-Blick" 1963 in West-Berlin ( heutige Foto "Augen-Bicke").

INTRO | INTRODUCTION

Menschen wie Franz Wohlfahrt – unter deutschen Diktaturen staatlich verfolgte oder getötete nonkonforme, gewaltfreie Aussenseiter aus Gewissensgründen – standen früher im Fokus meiner langjährigen Non-Profit-Tätigkeit als Johannes Stephan Wrobel (engl. Johannes S. Wrobel), insbesondere von 1996 bis 2008. Seit 2009 habe ich, Stephan Wrobel, ganz andere Interessen, was zum Beispiel meine Foto "Augen-Blicke"  als "Stephan 'Castellio' Wrobel" online, auf Facebook und hier beide Teile der Autobiografie zeigen.

Viele Veröffentlichungen in Deutsch und Englisch sowie die Unterstützung von zeitgeschichtlichen Projekten im In- und Ausland waren damals die Folge, was ich aus Idealismus und quasi für Gotteslohn vorantrieb, was übrigens ein Merkmal meiner Lebensanschauung von 1963/1970 bis 2008 war (dazu später mehr).*

* Die charakteristischen Besonderheiten dieser NS-Opfergruppe, Verfolgte aus Glaubensgründen wegen Nichtanpassung, keine Provokateure, sondern harmlose Bürger und doch "staatsgefährdend" in totalitären Staatssystemen, die nach 1945 als "andere Opfer" (among the non-Jewish Holocaust victims) und "vergessene Opfer" bezeichnet werden (vgl. "the other victims", Ina R. Friedman, und "the forgotten victims", Linda J. Altman und Sybill H. Milton), deren Geschichte ich mich 12 Jahre besonders widmete, soll hier vorab noch am Beispiel der im KZ-Ravensbrück inhaftierten Bibelforscher-Frauen mit dem lila Häftlingswinkel unterstrichen werden. Siehe meinen Artikel "'Als die Stiefkinder des Lagers ...'" ( PDF) zur damaligen Sonderausstellung (2007) in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück in Fürstenberg/Havel.


⇒ Aktualisiert am 10.09.2018  (= Shift + Refresh Button)
| Text in Bearbeitung ⇐

Impressum & Nutzungsbedingungen


Franz Wohlfahrt & Johannes S. Wrobel at USHMM, 2006.
Oben: Zuhörer strömen zum "Public Program" am 5. Oktober 2006 im USHMM.
☞ USHMM videos of October 5, 2006, and more ...

Presentation about materials on Museum website and interview with Johannes S. Wrobel about Erich Frost
☞ USHMM video (notice second part)




| Ein Idealist beobachtet die Welt*

|  Watching the World by an Idealist*

* Der Titel "Watching the World" (bzw. "Wir beobachten die Welt") spielt auf eine Rubrik in einer internationalen Zeitschrift an, für die ich in den 1980er-Jahren in der deutschen Ausgabe sechs Jahre lang die Kurzbeiträge schrieb (vermischte Nachrichten aus vielen Wissensgebieten, gleichzeitig war ich von 1980 bis 1996 für Leserfragen zuständig). Mehr darüber unten und in Teil II, der literarischen Autobiografie, zur Zeit offline in Überarbeitung (d.h. sobald die Arbeiten an der neue Webseite www.jswrobel.net fertig sind).

♦♥♦

DIE GRÜNDE FÜR DIESE AUTOBIOGRAFIE sind vielschichtig. Worauf ich noch eingehe. Ebenso intensiver auf die zeithistorische Fachthematik, um die es in diesem Teil hauptsächlich geht, verpackt in Lebensrückblicken. Wobei die Links helfen sollen, sich dem Nischenthema zu nähern und Forschenden die Materialsuche zu erleichtern.

 Wie 'das Verständnis der eigenen Geschichte zur Identitätsbildung jeder Nation beiträgt' (
Dt. Bundestag, 2008), so bilden Menschen Identität durch ihre eigene Lebensgeschichte. Und wenn sie darüber reden oder schreiben können, dann tragen sie zum eigenen und zum Verständnis anderer bei – warum bin ich eigentlich so wie ich heute bin?

Letztlich dient mir die Biografie zum Nachschlagen von persönlichen und anderen Daten und Ereignissen – bin scheinbar mit keinem guten Datengedächtnis gesegnet (was auch dem Erfinder des Internets als Motivation nachgesagt wird). Ähnlich ergeht es mir mit meiner Fotokünstlerseite auf Facebook – so finde ich dort meine jahrelang geknipsten Fotos "Augen-Blicke" mit zeitnahen Beschreibungen relativ schnell wieder, wenn ich sie brauche. (Es wird Zeit, eine Auswahl der Bilder online zugänglich zu machen.)

Also dann, auf geht's, wennst magst ... ☺
(Mich richtig ausdrücken konnte ich schon immer schriftlich besser als mündlich, verbale Vermittlung blieb manchmal Stückwerk. Doch was man schreibt, das bleibt ...)

♦♥♦


VORWORT | PREFACE

AUF DIE LEBENSABSCHNITTE in West-Berlin (1960 – 1972) Wiesbaden (1972 – 1984), Selters/Taunus und Brooklyn, New York (1985 – 2008) blicke ich hier mit etwas "Stolz" zurück und werde darauf in zwei biografischen Rückblicken eingehen – der Teil I hier behandelt als Schwerpunkt den Zeitabschnitt 1996 bis 2008.

Habe vor allem von 1996 bis 2008 
durch die Archiv-, Geschichts- und Gedenkarbeit
mit meinem Team über die Verfolgungsgeschichte einer religiösen Minderheit unter beiden deutschen Diktaturen,
engl. "Holocaust"-Forschung die NS-Zeit betreffend
(Holocaust research, "the other victims")
viel (kennen)gelernt und
als Autor geschrieben
(z.B.
"12 Jahre – 12 Schicksale", PDF).
Mit dem Nischenthema durfte ich an Bewahrungswürdigem für unsere und nächste Generationen
beteiligt sein – dafür bin ich sehr dankbar.
Allerdings habe ich dann, Ende 2008, ein neues eigenes, anderes, ausgefülltes (und stilles) Leben begonnen – meine "Forscher"-Vergangenheit, Forschertätigkeiten und institutionellen Zugehörigkeiten sind längst selbst "Geschichte", über die ich gewöhnlich nicht (mehr) spreche,
sondern nur hier schreibe
.*

(Unten mehr zu "Rücktritt, Rückzug, Rückwärtssalto, vorwärts und immer weiter ...  ☺". Kommentar zu den zwei Lebenszäsuren.)

Einige Freunde und Bekannte wissen davon, andere nicht, was eigentlich keine Rolle spielt. Denn jeder, der mich heute persönlich kennt, kennt mich sicherlich als Person mit einem eigenen, unabhängigen Leben, dem Guten und Schönen zugeneigt, verpflichtet der Mitmenschlichkeit, der Vernunft und Empathie mit Mensch, Tier und Natur –
bin also Idealist geblieben.
Mag eigentlich über (fast) alles diskutieren,
nur über Religion und Politik nicht unbedingt.
Danke. Bleiben wir positiv und guten Mutes ...

... und gehen jetzt etwas weiter zeitlich zurück.




Im Internet: Spekulationen und falsche Tatsachenbehauptungen über mich Johannes Wrobel (Privatleben und Geschichtsarbeit)  

Referat (Ausstellungseröffnung) am 21.09.2004 im Staatlichen Museum Auschwitz (KZ-Gedenkstätte in Polen) über die Gefangenen mit dem   lila Häftlingswinkel im deutschen Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz und Birkenau.


KURZBIOGRAFIE (Auszug)

| 1972 – 2008: Buchbinder, Sachbearbeiter, Bibliothekar, Archivar, Redakteur/Autor und Biograph (Watch Tower Society, deutscher Zweig) ...

... über die KZ-Arbeitssklaven, von der SS mit dem lila Häftlingswinkel stigmatisiert (darunter viele Frauen, vgl. in KZ-Aussenlagern), siehe Fotos oben und unten in Auschwitz, Ravensbrück und Hamburg-Neuengamme, und weitere Verfolgungsopfer sowie  Kriegsdienstverweigerer während des NS-Regimes 1933 1945 und in der DDR 1949 1989, über Menschen, die sich aus Gewissensgründen den (für sie) unannehmbaren Forderungen der Herrschenden verweigerten, unbeugsamen Mut zeigten und dabei ihr Leben riskierten oder verloren – eine wissenswerte Geschichte, die heute Mut macht.

Bei den Recherchen wurde mein Herz nicht bitter, sondern leicht, voller Respekt vor den zumeist einfachen Bürgern mit Zivilcourage während einer der dunkelsten Epochen der Zeitgeschichte, was niemals vergessen oder aus dem kollektiven Gedächtnis des Abendlandes ausgelöscht werden sollte – weil sich "Geschichte" wiederholen kann, Diktaturen nicht wiedererstehen dürfen, um unsere Freiheit zu beschneiden und die Würde von Menschen, die "anders" denken, fühlen, glauben oder aussehen, mit Füßen zu treten, ihr Leben zu ruinieren oder auszulöschen,


siehe
Artikel 1, Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, wobei zum Beispiel das Recht auf Kriegsdienstverweigerung im Grundgesetz auch auf die Erinnerung an das Verhalten dieser Gruppe im "Dritten Reich" zurückgeht (vgl. Rhein-Neckar-Zeitung, 25.01.2018).

Eine logische Folge meiner Arbeit mit der Verfolgungsgeschichte unter Diktaturen war, dass ich die geistige und persönliche Freiheit als Grundrecht, ebenso die freie Entfaltung der Persönlichkeit, noch mehr schätzen gelernt habe (Art. 2 GG). Freiheit (äußere und innere) ist bunt, "and life is beautiful"!

Ende 2008 habe ich aus eigenem Antrieb und persönlichen Gründen ein neues, unabhängigeres, ruhigeres und "unauffälligeres" Leben mit neuen Herausforderungen im Süden Deutschlands begonnen, was meine umfangreichen Geschichtsforschungen beendete.

Heute denke ich kaum noch an diesen arbeitsreichen Lebensabschnitt zurück (und wenn, dann mit Dankbarkeit und Zufriedenheit), an die Archiv-, Geschichts- und Gedenkarbeit, die vielen Reisen und Referate oder an die zahlreichen Veröffentlichungen, die noch in Umlauf  sind (z.B. im
pädagogischen Bereich, wie bereits oben erwähnt). Was man schreibt, das bleib
t ... und das ist gut so.

* PS: Merkwürdigerweise befällt mich heute eine tiefe Rührung, wenn ich nur andeutungsweise über meine "Forscher"-Vergangenheit spreche oder daran in einem Gespräch erinnert werde, etwas was mir früher unbekannt war, sodass ich das Geschichtsthema momentan bei Unterhaltungen vermeide.


| 2009  –  heute: Erfahrung als gewerblicher Fachberater und Teammanager in der Kundenakquise in Baden-Württemberg und in Bayern (Januar bis August 2018 nebengewerblich). Foto "Augen-Blicke" daheim und unterwegs (seit 2014) .


BIOGRAPHY EXCERPT

| 1972–2008: Bookbinder, secretary, librarian; archivist,   writer, Holocaust researcher & historian, biographer (Watch Tower Society, Germany branch): About Jehovah's Witnesses (Bible Students) in National Socialist concentration camps, non-Jewish victims of the Nazi-era, persecuted and prisoners during the Communist Era (GDR). For more, please see bibliography (compare more publications).

| 2009–today: After restart self-employed (until August 2018). Among my interests since 2014: Photographic "Augen-Blicke" (photo 'eye moments').



  

Wulff Brebeck und Kirstin John-Stucke (Kreismuseum Wewelsburg), Dr. Detlef Garbe* (KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Lehrbeauftragter für Zeitgeschichte an der Universität Hamburg), Johannes Stephan Wrobel (damaliges Geschichtsarchiv, Watchtower History Archive in Selters/Taunus), James N. Pellechia (Watch Tower Society, Brooklyn N.Y) anlässlich der "Weltpremiere" und Uraufführung der Videofilmdoku "Standhaft trotz Verfolgung" (siehe   offiziellen Kurzauszug in Deutsch oder Englisch, freier Auszug, in voller Länge, privat) an der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
am 6. November 1996.



Die bisherige Online-Fassung der literarischen Autobiografie ( letzter Stand 1.11.2016) ist zur Zeit offline in Überarbeitung (d.h. sobald die neue Webseite www.jswrobel.net fertig ist) und auch in Auszügen nicht mehr online verfügbar.
Bitte um Geduld. Die lange Fassung ist unterhaltsamer als diese hier ...



GESAMTÜBERSICHT

1960 1972 (Berlin): Hauptwohnort West-Berlin, Schulzeit (Grund- und Realschule), Auslandsaufenthalte (Schweden, Österreich, Spanien, Italien, Israel). Gottesdienstliche Tätigkeiten als Lebenszäsur (durch die Eltern): Einige Monate in St. Johann in Tirol (1970) und Bruneck/Südtirol (1971), halbamtlich in Berlin (ab 1. Oktober 1970); hauptamtlich in Wiesbaden (ab 14. Oktober 1972) bei der Watchtower Society/Watch Tower Society, deutscher Zweig.

1972 – 1984 (Wiesbaden): Hauptwohnsitz Wiesbaden, Arbeiten rund um's Buch (Groß- und Handbuchbinderei), Sekretariat (Verwaltung, 1977/1978), Hausbibliothek und Redaktionsabteilung (ab 1979).

1984 – 1995 (Selters/Taunus): Umzug der Gesellschaft nach Niederselters (1984/85). Hauptwohnsitz Selters/Taunus. Weiterhin Sachbearbeiter (Korrespondenz), Autor/Redakteur (writer), Artikelschreiber und Bildredaktion (Zeitschriften), u.a. Lebensberichte und Interviews von NS-Opfern, deutsch/englisch (Beginn meiner Geschichtsforschungen mit Schwerpunkt Verfolgungen in der NS-Zeit, zunächst eine Privatinitiative).

1996 – 23. November 2008 (Selters/Taunus): Archivar, Biograph und Sachautor (religiöse Verfolgungsopfer unter Diktaturen). "Geschichtsarchiv"-Gründung in Selters/Taunus bei der Watch Tower Society, deutscher Zweig, der Zentrale für Deutschland.

23. November 2008 – heute (Baden-Württemberg, Bayern): Zweite Lebenszäsur und Neuorientierung. Rückzug ins Privatleben; neue Heimat, neue Freunde. Seit 2009 bin ich fast nur noch unter meinem zweiten Vornamen als Stephan bekannt (der schon früher in Gebrauch war) oder eben als Johannes Stephan Wrobel amtlich registriert.


| Ein Idealist beobachtet die Welt, TEIL I

|  Watching the World by an Idealist, PART I

 

1996 – 23. November 2008 (Selters/Taunus): Archivar, Biograph und Sachautor (religiöse Verfolgungsopfer unter Diktaturen). "Geschichtsarchiv"-Gründung in Selters/Taunus bei der Watch Tower Society, deutscher Zweig, also in der damaligen Deutschlandzentrale.

Rückblick

Mit der Zeit, schon lange vor 1996,* Kontakte mit Zeitzeugen und aus Gewissensgründen Verfolgte der NS-Diktatur und DDR oder des SED-Regimes – einige religiöse Überlebende sogar "doppelt" verfolgt, verurteilt, inhaftiert und drangsaliert, also unter beiden totalitären Staatssystemen, was sowohl die Geschichtsschreibung als auch die Bevölkerungen in Deutschland und Österreich überhaupt nicht oder nur marginal wahrnahmen. (Dagegen waren nach Kriegsende 1945 vielen Mithäftlingen die standhafte Haltung der Gruppe der "Lila-Winkel"-Häftlinge noch lebhaft und positiv in Erinnerung, wovon Aufzeichnungen zeugen.) Hier war Handlungsbedarf!

* Zum Beispiel kam mir einmal im Rahmen einer Moderation für einen bunten Abend am 26. Januar 1986, zehn Jahre vor dem Beginn der eigentlichen Geschichts- und Gedenkarbeit, die Idee, ein Interview mit dem inzwischen betagten Musiker Erich Frost aufzuzeichnen, wie er unter Lebensgefahr im KZ Sachsenhausen das Lied "Steht fest!" (später: Vorwärts, ihr Zeugen!) komponierte, dann aufschreiben und bewahren ließ, das dann unter den Gefangenen heimlich gesungen wurde. Man kann das Lied und den Bericht von Erich Frost online auf der Webseite des Holcaust-Museums in Washington D.C. hören (  "Music of the Holocaust",   screenshot, ältere Fassung der Webseite, screenshot). Durch das Verfassen und Veröffentlichen von Lebensberichten seit den 1980er Jahren kam ich mit einigen Zeitzeugen enger in Berührung. Die Verfolgungsthematik war für mich insgesamt von persönlichem Interesse, worauf ich in Teil II der Autobiografie näher eingehe.

Ab Mitte der 1990er Jahre dann immer häufigere Kontakte ebenso mit Historikern, nicht zuletzt mit Dr. Detlef Garbe* ( KZ-Gedenkstätte Neuengamme), Wulff Brebeck und Kirsten John-Stucke ( Kreismuseum Wewelsburg), siehe Foto oben am 6. November 1996 an der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück.

* Dr. Detlef Garbe (Hamburg) hat ein akribisch recherchiertes, gigantisches akademisches Standardwerk, das mir stets Vorbild blieb, zu den damals noch "vergessenen Opfern" verfasst: Zwischen Widerstand und Martyrium. Die Zeugen Jehovas im "Dritten Reich" ( 1993 ff., engl. 2008). Seinerzeit gab es leider noch keine befriedigende Zusammenarbeit mit Historikern von seiten der Watch Tower Society, deutscher Zweig  (anders im US-amerikanischen Hauptbüro), was sich erst 1996 vor allem durch das "Geschichtsarchiv" in Deutschland und Österreich verbessern sollte. An die Kontakte und Zusammenarbeit mit Dr. Detlef Garbe denke ich noch immer gern, ebenso an viele andere Historiker und Researcher, die engagiert für das Gedenken an die "vergessenen Opfer" des NS-Regimes gearbeitet haben – wie u.a. in Wewelsburg, Ravensbrück, Dachau, Sachsenhausen, in Österreich und Staffordshire (England) sowie nicht zuletzt im United States Holocaust Memorial Museum (USHMM) in Washington, D.C. und in Brooklyn, N.Y. (USA), wobei weitere Orte und damit engagierte Menschen jetzt unerwähnt bleiben, auch was die Fortsetzung der Verfolgungsgeschichte in der SBZ/DDR betrifft, was bei Gelegenheit nachgeholt wird.

Mitarbeit (Interviews, Transkriptionen, Filmscript, visuals, Synchronisierung) in Englisch und Deutsch an der Videofilm-Dokumentation Jehovah's Witnesses Stand Firm Against Nazi Assault / Standhaft trotz Verfolgung – Jehovas Zeugen unter dem NS-Regime; dafür Aufenthalt in Brooklyn, New York City (Januar – März 1996).

Siehe Audios der Videodoku:   Kurzauszug in Deutsch oder Englisch für Medien (Herkunft: offiziell vom Verlag), freie Auszüge (zeigt Kreuzzug-Buch, Historiker wie Detlef Garbe u.a.) oder in der   Länge 56:42 Min. (Herkunft: Privatpersonen?), Foto.

Im Vorfeld 1995 zunächst die Planung und Organisierung der Filminterviews der Zeitzeugen in Deutschland, aufgezeichnet durch ein Filmteam aus Brooklyn N.Y. (im Betacam Videoformat). Dann die Durchführung der Interviews selbst und die persönliche Begleitung der Filmcrew unter Leitung von James N. Pellechia und Carl Zahari aus Brooklyn; später intensive Arbeit am Filmscript im Hauptbüro in New York.

Tonaufnahmen für die
Synchronisierung der deutschsprachigen (und teilweise englischen) Videofilm-Fassung im Watchtower-Tonstudio in Emmen, Niederlande im Mai 1996. (Die engl. Postproduktion erfolgte in den USA, später kam eine Kurzfassung für den Schulunterricht in vielen Sprachen dazu.) Vorweg die sorgfältige Auswahl der deutschen Synchronstimmen für die fremdsprachigen Interviewten (Voice-over). Ich selbst übernahm die Rolle des Sprechers (narrator) in der deutschen Standhaft trotz Verfolgung-Version und in der englischen Version die Synchron-Stimme für den österreichischen Kriegsdienstverweigerer Franz Wohlfahrt, der die Videodokumentation mit seinem Gedicht Ich stehe fest, ich stehe fest / I Stand Firm, I Stand Firm beeindruckend abschließt.

Ja, viel auf Reisen, viel unterwegs, viele liebenswerte Menschen kennengelernt!

Danach Planung und Realisierung der "Weltpremiere" und
Uraufführung des Videofilms unter Beteiligung von Zeitzeugen an der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück in Deutschland aufgrund einer Einladung der damaligen Leiterin Prof. Dr. Sigrid Jacobeit ( 6. November 1996) und einen Tag später in der TU Berlin, Zentrum für Antisemitismusforschung, Leiter Prof. Dr. Wolfgang Benz ( 7. November 1996). (Zur positiven Resonanz auf die Uraufführung, vgl. mein Kurzreferat im Kurhaus Wiesbaden, Pressekonferenz 27. Januar 1997.)

Erstaufführungen folgen in anderen Ländern wiederum im Beisein von Zeitzeugen, wobei ich Interviews oder Fachreferate halten durfte, zum Beispiel in Österreich in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen (18. Juni 1997) und zu Premieren des Videofilm in anderen Sprachen, wie in Rußland, Moskau (15. Mai 1997; Kurzfassung der russischen Videodokumetation am 29. Juni 2000) oder in Polen in der KZ-Gedenkstätte Stutthof (26. April 2006, hier mit der polnischen Fassung der Standhaft-Ausstellung).

Weltweite Verbreitung des Stand Firm-Videofilms letztlich in weit über 100 Sprachen durch die Watch Tower Society. Vorführungen in Schulen und Bildungseinrichtungen in einigen Ländern, auch unter Teilnahme von Zeitzeugen. (Vgl. Zeitzeugenbesuche heute in Schulen in Österreich.)

Recherchen zur Verteidigung der Standhaft-Videoinhalte gegen unberechtigte Kritik und gegen einige ursprünglich vom Ministerium für Staatssicherheitsdienst der DDR ( MfS / Stasi) im Abwehrkampf gegen die damals verbotene Religionsgemeinschaft in die Welt gesetzten   Desinformationen (als "Sach"-Buch), die im Westen fast kritiklos übernommen worden waren. Zum Beispiel über den Sonderkongress in Berlin-Wilmersdorf am 25. Juni 1933 mit der (vergeblichen) Petition der Internationalen Bibelforscher-Vereinigung (Jehovas Zeugen) in Magdeburg zur Verteidigung ihrer gottesdienstlichen Freiheit, mit Höflichkeit an die Reichsregierung unter dem neuen Kanzler Hitler gerichtet (noch drei Jahre später applaudierte die Welt Deutschland anläßlich der Olympischen Spiele in Berlin), womit wie erwähnt (ursprünglich vor allem) die DDR gegen die verbotene Religionsgemeinschaft polemisierte.

In diesem thematischen Kontext auch
fachpolemische Auseinandersetzungen mit Dr. Richard Singelenberg (Niederlande), veröffentlicht in Deutsch und Englisch.

Zu der Videodokumentation gehörte eine
Ausstellung ( engl.) über die nationalsozialistische Verfolgung der Bibelforscher oder Zeugen Jehovas, die mit drei Sets als Wanderausstellung konzipiert wurde (auch in anderen Sprachen). Im Laufe der Jahre fanden weit über 1000 Ausstellungen in mehreren Ländern Europas statt (einige in Japan und Südamerika), die über fünf Million Besucher sahen. Darunter im Januar 2003 im Landtag Düsseldorf und im Rathaus der Stadt Mainz (s.a. unter "Referate" und Stand 1997, vgl. Tagesspiegel, 18.08.1999) und natürlich an zahllosen anderen Orten.

Ein
Begleitheft zur Ausstellung (1999) – für Text und Bildauswahl durfte ich ebenso verantwortlich sein – stand kostenlos in Deutsch und Englisch zur Verfügung sowie über 15 Jahre lang bis 30. April 2017 als Download über den (kostenfreien) Link www.lilawinkel.de, der für das United States Holocaust Memorial Museum (USHMM) eingerichtet worden war, sodass das Museum auf seiner Webseite freundlicherweise darauf hinweisen konnte. (Ich bedanke mich bei der Wachtturm-Gesellschaft, dass sie über 15 Jahre lang die Downloadmöglichkeit nicht als Urheberrechtsverletzung angesehen hat.)

Über 10 Jahre später dann die Sonderausstellung "Lila Winkel in Ravensbrück" (ab  28. Februar 2007) in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, siehe auch unten, womit sich dort der Kreis des Gedenkens am authentischen Ort nach der Filmvideo-Uraufführung von Standhaft trotz Verfolgung im Jahre 1996 schließt. Dazu erschien der Artikel "'Als die Stiefkinder des Lagers ...'" beim "Studienkreis: Deutscher Widerstand" im Mai 2007.

Ebenso Konzept einer Sonderausstellung bzw. Dauerausstellung zur Verfolgungsgeschichte der Zeugen Jehovas in der
SBZ/DDR im Stasi-Museum bzw. in der Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße Berlin ( 3. Juni 1999, mit Grußwort des reg. Bürgermeisters Eberhard Diepgen), vgl. Englisch, dazu ein Faltblatt für Besucher in Deutsch und Englisch.

Zahlreiche eigene
deutsche und englische Fachveröffentlichtungen und Publikationen (und Beiträge oder Mitarbeit; Buchbesprechungen, z.B. Anita Farkas) zur staatlichen Verfolgung und Tötung von Andersdenkenden und Verweigerern aus Gewissensgründen unter dem NS-Regime und in der DDR, vgl. Bibliographie.*

* Dazu geringfügig von meiner Seite auch zu
Osteuropa und zur Sowjetunion, siehe Anhang in: Gerhard Besier / Clemens Vollnhals (Hgg.): Repression und Selbstbehauptung: Die Zeugen Jehovas unter der NS- und der SED-Diktatur, Berlin 2003, S. 384-395.

Beiträge in Lexika, wie im
Marienlexikon (1994)
– Lexikon der Hamburger Religionsgemeinschaften. Religionsvielfalt in der Stadt von A-Z
(1994)
Magdeburger Biographisches Lexikon
(2002)
Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager, Beiträge in Band 2 (2005) und Band 4 (2006).

Leserbriefe: "Die Zeugen Jehovas gehörten zu den Opfern." Rubrik Briefe an die Herausgeber. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16. Juni 2000, S. 51 ( Übersetzungen).

In Zusammenarbeit mit Kirsten John-Stucke (Kreismuseum Wewelsburg) und Dr. Michael Krenzer (Pädagoge) entstand
für die pädagogische Arbeit die bis heute unentgeltlich abzugebene Broschüre 12 Jahre – 12 Schicksale. Fallbeispiele zur NS-Opfergruppe Jehovas Zeugen in Nordrhein-Westfalen 1933-1945, Arbeitskreis NS-Gedenkstätten NRW e.V. (Hg.), Münster 2006 ( Infos und dort online als PDF herunterzuladen), mit einer Einführung (John-Stucke), didaktischen Hinweisen (Krenzer) und einem Grußwort des Ministerpräsidenten des Landes Nord-Rhein-Westfalen Jürgen Rüttgers. Die Titelidee stammte von Prof. Alfons Kenkmann, der dann auch beim Pressegespräch und der Vorstellung der Publikation in der Villa ten Hompel, Münster am 4. Dezember 2006 ( Artikel,   PDF; weiterer Artikel,    PDF) dabei war, wie auf dem Pressefoto zu erkennen.*

* Den Anstoß für die Publikation gab die oben erwähnte Begleitausstellung im Landtag Düsseldorf, dort damals unter dem Titel "Erinnern für die Zukunft" gezeigt, die Landtagspräsident Ulrich Schmidt am 22. Januar 2003 eröffnete (s.a. Landtag Intern 1/2003, S. 19), wobei er folgendes sagte:

"Bei der heutigen Ausstellung mit dem Titel 'Erinnern an die Zukunft' handelt es sich um sehr persönliche Erinnerungen der NS-Opfergruppe der Zeugen Jehovas in Nordrhein-Westfalen. Mein besonders herzlicher Willkommensgruß gilt über 100 Zeitzeugen, Menschen, die den Terror der Nazis erlebt und erlitten haben. Ich danke Ihnen sehr, dass Sie gekommen sind und mit dazu beitragen, die Erinnerung wach zu halten. [...] Man muss die Verführbarkeit der verängstigten bürgerlichen Schichten kennen, ebenso wie das feige Schweigen der wenigen intellektuellen Köpfe, die das undemokratische Treiben durchschauten. Und man darf vor allem diejenigen nicht vergessen, die dem NS-Regime mutig begegneten und Widerstand leisteten.

Dazu gehörten auch die weithin 'vergessenen Opfer', wie die Zeugen Jehovas, die die Nazis mit dem 'lila Winkel' an der Kleidung, ähnlich dem Judenstern, brandmarkten. Viele von ihnen sind in Gefängnissen und KZs gequält und ermordet worden, darunter überaus viele Frauen.

Diese Opfer waren keine fernen, unerreichbaren Helden, sondern einfache Menschen, Normalsterbliche, die ihrem Gewissen folgend standhaft an ihrer religiösen Überzeugung festhielten, Zivilcourage zeigten und geistigen Widerstand aus christlicher Überzeugung leisteten. Ihnen gilt mein tiefempfundener Respekt. Diese Ausstellung soll an die 'vergessenen Opfer' in besonderer Weise erinnern."

Unterstützung oder Konzipierung von Informationsblättern in Gedenkstätten, wie das Faltblatt "Heil Hitler kann ich nicht sagen" (zusammen mit meinem Mitarbeiter Daniel Meier) über die Opernsängerin Elly Reulecke-Baar (Mahn- und Gedenkstätte Ahlem, Landkreis Hannover, 30. Juni 2000) oder wie oben erwähnt für das Stasi-Museum in Berlin Normannenstraße über die unter beiden deutschen Diktaturen "doppelt" verfolgte Hildegard Seliger aus Leipzig.

Zum bleibenden Gedenken gehören weitere Veröffentlichungen und Buchprojekte.

Im Autorenkollektiv mit dem Historiker Dr. Hans Hesse als Herausgeber
Veröffentlichung von zwei umfangreichen Büchern (dazu die Unterstützung bzw. Mitarbeit bei den veröffentlichten Biografien von Ewald Kaven, Meta Kluge [Gedichte] und anderen Verfolgten):

Zum einen das
Sammelwerk (die Beiträge auf Fachtagungen in Wewelsburg, Hamburg und Frankfurt/Main im Oktober 1997), "Am mutigsten waren immer wieder die Zeugen Jehovas" – Verfolgung und Widerstand der Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus, Bremen 1998 (1. Aufl.), 2000 (2. Aufl.). Das Buch wurde in Englisch, Französisch und Polnisch übersetzt:
– Persecution and Resistance of Jehovah' Witnesses During the Nazi-Regime 1933–1945,
Bremen 2001,
Persécution et résistance des Témoins de Jéhovah pendant le régime nazi 1933–1945, Esch-sur-Alzette 2005,
– "Najodwazniejsi byli zawsze Swiadkowie Jehowy" – Przesladowania I sprzeciw Swiadków Jehowy w okresie rezimu hitlerorwskiego,
Wroclaw 2006.

Ebenso in Zusammenarbeit mit Dr. Hans Hesse (und Jürgen Harder) Verfassen von Teilen des Buches "Und wenn ich lebenslang in einem KZ bleiben müßte." Die Zeuginnen Jehovas in den Frauenkonzentrationslagern Moringen, Lichtenburg und Ravensbrück, Essen 2001, das die Historie der drei Frauen-KZ und Einzelschicksale behandelt sowie Gedichte der gefangenen Frauen enthält.

Mit dem Historiker Dr. Hubert Roser (Karlsruhe) habe ich an seinem Buchprojekt Vergessene Opfer. Die Zeugen Jehovas, der Nationalsozialismus und die Schweiz teilgehabt (ab 2001). Mein Manuskript für sein Werk behandelt das 1938 von der Watchtower Society in der Schweiz veröffentlichte
Buch Kreuzzug gegen das Christentum ( Foto, Video), das wie die in- und ausländischen Protestaktionen von 1934 (Telegramme) sowie von 1936 und 1937 (landesweite Flugblattaktionen in Deutschland) als Widerstandsaktion bzw. Selbstverteidung der Gemeinschaft zu werten ist, da es in die Schweiz gebrachte Verfolgungsberichte aus dem deutschen Untergrundwerk enthält und Verfolgungszahlen nennt (vgl. gezeigte Inhalte des Kreuzzug-Buches am Anfang dieses Standhaft-Video-Auszuges). Die Herausgabe unserer Manuskripte scheiterte dann unerwartet kurz vor dem Druck 2003. Mein unveröffentlichtes Manuskript steht ohne Quellenangaben online zur Verfügung; mit Quellenangaben stelle ich den Text gern bei Gelegenheit komplett online.*

* Das bemerkenswerte Buch Kreuzzug gegen das Christentum (1938) dokumentiert anhand von Augenzeugenberichten zahllose lokale Angriffe und Gräueltaten der Nationalsozialisten an Ernsten Bibelforschern (Zeugen Jehovas) im Hitlerreich, entlarvt damit insgesamt das Staatsverbrechen und ihre zivilen Helfer in der Bevölkerung und erhielt eine anerkennende Expertise des Nobelpreisträgers Thomas Mann, der das Manuskript vorab gelesen hatte, und die der Druckausgabe als Vorspann beigefügt ist.

Nach guter Zusammenarbeit mit Marcus Herrberger am 11. März 2005 in Wien die Präsentation seines Buches über Kriegsdienstverweigerer, Denn es steht geschrieben: "Du sollst nicht töten!" Die Verfolgung religiöser Kriegsdienstverweigerer unter dem NS-Regime mit besonderer Berücksichtigung der Zeugen Jehovas (1939-1945).*

* Durfte das Kapitel über Abschiedsbriefe beitragen (und das Gesamtverzeichnis der hingerichteten Kriegsdienstverweiger unter Mitarbeit meines fleißigen Teams im damaligen Geschichtsarchiv in Selters/Taunus) und stelle beeindruckt fest:
"Die letzten Gedanken der zum Tode verurteilten Zeugen Jehovas – einem Stück Papier anvertraut in der Erwartung, dass sie die Lieben daheim erreichen werden – sind sehr persönliche Zeugnisse. Die Briefe spiegeln eine ergreifende Tapferkeit, enge familiäre Bindungen sowie eine Bibelfestigkeit und urchristliche Glaubenszuversicht wieder, die offenbar Berge von starken Emotionen – wie Abschiedsschmerz und Todesangst – zu versetzen vermochte."

Beginn der privaten Pflege einer Online-Quellensammlung in Deutsch und Englisch mit damals wie heute sehr bescheidenen technischen, zeitlichen und finanziellen Mitteln und Möglichkeiten. Dazu Abschriften von Inhaltsverzeichnissen und engl. Fachquellen für Recherchen zur Verfolgungsthematik (zunächst bis 2008), privates Sponsering der entsprechenden Webseiten www.standfirm.de und www.jwhistory.net (auch www.jwhistory.de und www.lilawinkel.de, und wer möchte, kann sich gern an den Kosten für die Betreibung der Webseiten beteiligen).

Vor allem die Betreibung des
Online-Literaturverzeichnisses des Anhanges und Inhalts, wie dort angegeben, des Sammelsbandes als Ergebnis der Heidelberger Tagung (2000) Repression und Selbstbehauptung: Die Zeugen Jehovas unter der NS- und der SED-Diktatur, Gerhard Besier / Clemens Vollnhals (Hrsg.), Duncker & Humblot ( Zeitgeschichtliche Forschungen, Band 21), Berlin 2003 ( Buchinfo).

   Buch ANHANG online

Unter Fachartikel wäre u.a. zu erwähnen, "Die nationalsozialistische Verfolgung der Zeugen Jehovas in Frankfurt am Main", Kirchliche Zeitgeschichte. Internationale Halbjahresschrift für Theologie und Geschichtswissenschaft, Vandenhoeck & Ruprecht, KZG 16, Heft 2/2003, der wie andere Arbeiten viele lokale Einzelschicksale behandelt.

Unterstützung von Filmemachern (und Filmdokus), wie Fritz Poppenberg* und Stefanie Krug ("Fürchtet euch nicht", 1997) sowie Loretta Walz (Spurensuche mit Gertrud Poetzinger, 2002; Die Frauen von Ravensbrück, 2005).

* Der bemerkenswerte Fernsehfilm "Unter Jehovas Schutz" (1988) von Fritz Poppenberg, ein frühes Zeugnis der filmdokumentarischen Geschichtsaufarbeitung, gehört zu der sechsteiligen SFB-Serie "Frauen, die nicht vergessen". Das Erste Deutsche Fernsehen (ARD) sendete die Filmdokumentation am 6. April 1989. "Unter Jehovas Schutz" ist ein Ausspruch von Ilse Unterdörfer und Elfriede Löhr, zwei Zeuginnen Jehovas (Bibelforscherinnen), die unter dem NS-Regime inhaftiert waren. Während sie von Berlin zur Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück reisen, zeigt der Film, wie sie sich an ihren Widerstand aus christlicher Überzeugung und die Stationen ihres Leidensweges erinnern. (Vgl. Die Welt, 21.10.1999, Prof. Dr. Gerhard Besier über Filmdokus von Fritz Poppenberg.)

Nicht öffentliches,
zusammenfassendes Referat zum Forschungssachstand der NS-Opfergruppe vor dem Beirat der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin ( 19. Juli 2001.)

Öffentliche Referate im In- und Ausland (Deutschland, Österreich, Großbritannien, Schweden, Polen, Russland, Israel, USA), zum Beispiel in
– Stadthallen (z.B. Wilhelmshaven, 26. Mai 1999)
– Rathäusern (z.B. Berlin-Schöneberg, 6. April 1999)
– NS-Dokumentationszentren (z.B. der Stadt Köln,  13. November 1998, vgl. Broschüre),
– KZ-Gedenkstätten (z.B. Bergen-Belsen, 18. April 1998)
– Museen (z.B. im Germanisches Nationalmuseum Nürnberg, 10. November und 12. November 1998)
– im Amtsgericht Hannover ( 5. Februar 2007)
– im Sony Pictures Europe House, Golden Square, London (20. Januar 1998)
– im United States Holocaust Memorial Museum (USHMM), Washington D.C. ( 5. Oktober 2006, als Interview, s.a. unten).

Zu
Jahrestagen, zum Beispiel in der Gedenkstätte der Justizvollzugsanstalt Brandenburg-Görden zum 55. Jahrestag der Befreiung des Zuchthauses Brandenburg am 27. April 2000, wo die Nationalsozialisten soweit bis zum Jahr 2000 bekannt 113 Zeugen Jehovas aus Deutschland, Österreich, Polen, dem Elsaß und aus den Niederlanden hinrichten ließen.

Im Vorfeld der Verlegung von
"Stolpersteinen" des Kölner Künstlers Günter Demnig Recherchen und Versand von Material über ums Leben gekommene Verfolgte ( Beispielfoto, Presse [in Arbeit]).

In Verbindung mit Memorialtafeln und Gedenksteinen (auch Texte und Entwürfe) für die NS-Opfergruppe mit dem lila Häftlingswinkel in den KZ-Gedenkstätten (eine Tafel für die in der DDR Verfolgten)
– Sachsenhausen bei Berlin ( 18. September 1999)
– Buchenwald bei Weimar (9. Mai 2002)
– Dachau bei München ( 8. August 2003)
– Neuengamme in Hamburg ( 23. April 2006, NDR-video [öffentlich auf Facebook]).
Enthüllung einer Gedenkstele der Stadt Frankfurt am Main ( 5. September 2005).
Straßenschildübergabe "Franz-Saumer-Weg" durch die Stadt Moers ( 28. April 1999) mit dem Indexschild: "Franz-Saumer, 1899-1944, Bergmann, Zeuge Jehovas, NS-Opfer" ( Biographie).
Gedenktafelenthüllung im Stasi-Museum, Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße, Berlin ( 3. Juni 1999).



Nach der feierlichen Übergabe des Denkmals für die NS-Opfergruppe in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme Hamburg, 23. April 2006, mit Kultursenatorin Prof. Dr. Karin von Welck, Zeitzeuge Richard Rudolph, Dr. Detlef Garbe und Johannes Stephan Wrobel (Gesamtentwurf des Denkmals und Projektorganisation) NDR-video [öffentlich, auf Facebook]).


Sowie Referate in
Universitäten als Gastgeber (oder als Konferenzort), zum Beispiel
– Russian State Humanitarian University, Moskau (Holocaust Foundation Russia, 5. Mai 1997; Fachreferat).
- Ruprecht-Karls-Universität, Heidelberg, 3. bis 5. November 2000 (Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e.V. an der TU Dresden; Fachtagung und Referate auf Einladung von Prof. Dr. Gerhard Besier).
– Staffordshire University, Stafford, England (The Institute of Holocaust and Genocide Education and Research, 22. Februar 2004; Fachtagung und Referate auf Einladung von Prof. Dr. Christine E. King).
– Universität Wien ( 11. März 2005, Colloquium Buch-Präsentation).

Unterstützung von
Fachtagungen durch Aufsätze, wobei die Beiträge der Referenten später gesammelt veröffentlicht wurden (vgl. hier auch den oben genannten Sammelband "Am mutigsten waren immer wieder die Zeugen Jehovas", Herausgeber Dr. Hans Hesse, 1998), zum Beispiel:
– vom 3. bis 5. November 2000 in Heidelberg auf Einladung von Prof. Dr. Gerhard Besier. Die Beiträge erschienen danach in dem Sammelband Repression und Selbstbehauptung: Die Zeugen Jehovas unter der NS- und der SED-Diktatur, Berlin 2003, mit einem Online-Anhang.*

* Hier mein Aufsatz zum DDR-Strafvollzug; die Kurzchroniken zur NS- und SBZ/DDR-Zeit und zu Osteuropa und der Sowjetunion sowie eine Literaturliste, auch online zu finden, im gedruckten Anhang des Sammelbandes anonym.

Unterstützung von zahlreichen
Ausstellungsprojekten im In- und Ausland (auch Dauer- und Sonderausstellungen in Gedenkstätten NS-Zeit und SED-Regime/DDR) durch Exponate und Informationen, zum Beispiel
– im Deutschen Historischen Museum in Berlin (1999, 2002 und 2006)
– im Badischen Landesmuseum in Karlsruhe (2002)
– im Architekturmuseum der TU München in Verbindung mit dem Stadtarchiv München (2006)
– Wanderausstellung der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Berlin (2007)
– Halle/Roter Ochse (2007), Hinrichtungen (NS-Zeit) und Inhaftierungen (DDR)
– im Landgericht Magdeburg ("Justiz im Nationalsozialismus", 2008/2009)
– in der Dokumentation Obersalzberg ( Elfriede Löhr), Berchtesgaden (Institut für Zeitgeschichte, München/Berlin, im Auftrag des Freistaates Bayern)
– im United States Holocaust Memorial Museum, Washington D.C. (USHMM), zum Beispiel "Music of the Holocaust", KZ-Lied von Erich Frost
– im Imperial War Museum in London (Eröffnung, 6. Juni 2000 durch die Queen, wo ich zusammen mit meinem britischen Kollegen die Gelegenheit hatte, dem Prinzgemahl vorgestellt zu werden und ihn kurz zu sprechen).

BBC News: Queen opens Holocaust Exhibition (6 June 2000)Die Geschichts- und Gedenkarbeit führte mich an viele Orte, hier am 6. Juni 2000 zur Eröffnung der Holocaust-Ausstellung im Imperial War Museum in London durch die Queen im Beisein von Prinz Philip, mit dem mein Kollege Stephen Morris und ich sprechen durften und der uns nach den Gründen für die NS-Verfolgung der Gruppe fragte. Und so konnte ich dem Duke von Edinburgh die englische Ausgabe der "Standhaft trotz Verfolgung"-Ausstellungsbroschüre überreichen und später darüber in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" berichten. Vorgestellt wurden wir dem Prinzgemahl durch James Taylor, dem wir für die Londoner Ausstellung zugearbeitet hatten.

    Bild- und Textquelle: BBC News.



In die Aufzählung gehören noch
Workshops im In- und Ausland, zum Beispiel Referate
– in Magdeburg ( 13. März 2006),
– oder anläßlich The Second International Conference on the Holocaust and Education, The International School for Holocaust Studies, Yad Vashem, Jerusalem (13. Oktober 1999).

Für die
Werke in Englisch wäre hier u.a. zu nennen, veröffentlicht in Religion, State & Society, vol. 34, no. 2, Juni 2006:
– "Jehovah's Witnesses in National Socialist Concentration Camps, 1933-1945" (S. 89-125),
"Jehovah's Witnesses in Germany: Prisoners during the Communist Era",  (S. 169-190) (Zeugen Jehovas im Strafvollzug der DDR, in Deutsch 2003, Duncker & Humblot, Zeitgeschichtliche Forschungen, Band 21).

Fotos: Religion, State & Society, Bd. 34, Nr. 2, Juni 2006, Titelseiten der Artikel ( S. 89-125, 169-190).


Interview
im United States Holocaust Memorial Museum (USHMM), Washington D.C., Public Program: "Honor and Remember Jehovah's Witness Victims of The Nazi Era," ( video) am 5. Oktober 2006.

Dazu gesellten sich Manuskripte über die
Anfänge der Religionsgemeinschaft in Deutschland in Elberfeld und Barmen (veröffentlicht durch das Stadtarchiv Wuppertal) oder in den Vereinigten Staaten als Exkurs bei Dr. Waldemar Hirch über die "Zersetzungs"-Taktik des Staatsicherheitsdienstes (MfS/Stasi) in der DDR.

Beim Stichwort
"DDR" soll eine Veröffentlichung mit Dr. Gabriele Yonan, zu deren scharfsinnigen Expertisen ich eine Chronik zur DDR-Verfolgung und kommentierte Biografien von Verfolgten beisteuerte, nicht unerwähnt bleiben.

Schließlich die Sonderausstellung in Deutsch und Englisch, Lila Winkel in Ravensbrück – Zeugen Jehovas (Bibelforscher) im Konzentrationslager / Purple Triangle at Ravensbrück – Jehovah's Witnesses in Concentration Camp in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, eröffnet am   28. Februar 2007. Siehe "'Als die Stiefkinder des Lagers ...'", veröffentlicht beim "Studienkreis: Deutscher Widerstand" (Nr. 65, Mai 2007).



"Mit dieser Sonderausstellung schließt sich der Kreis des Gedenkens am authentischen Ort." Märkische Allgemeine / Neues Granseer Tageblatt, 1. März 2007, Seite 13.


Mein
letztes Referat fand am 9. Oktober 2008 statt, "'Wohin diese Transporte gingen, erfuhren wir nicht.' Die Ermordung von Zeugen Jehovas in Bernburg während des NS-Regimes. Eine Spurensuche", Gedenkstätte für Opfer der NS-Euthanasie Bernburg in Sachsen-Anhalt.

Damit enden
12 Jahre intensiver Geschichts- und Gedenkarbeit sowie meine Mitarbeit bei der Watch Tower Society, deutscher Zweig, in Selters/Taunus, wobei ich hauptsächlich als Johannes S. Wrobel  bekannt war (erster Vorname, der zweite Vorname abgekürzt wie im Englischen üblich). Am 23. November 2008 beginne ich, Stephan Wrobel (weiterer Vorname), aus eigenem Antrieb ein neues eigenes, anderes ausgefülltes Leben mit anderen, neuen interessanten Herausforderungen und das im Süden Deutschlands.

Auf die inzwischen verflossenen Jahre des neuen "zweiten" eigenen Lebens schaue ich heute ebenso wie auf die Vergangenheit meines "ersten" eigenen Lebens mit Zufriedenheit zurück.

Nach sieben Jahren "Schweigen" (Gelassenheit) bin ich 2016 mit vielen Erinnerungen online gegangen, was im ursprünglichen Vorwort/Preface der literarischen Autobiografie (zur Zeit offline und lockerer geschrieben als diese sachliche Fassung hier ...) begründet wurde.

Zunächst folgt ein Zusammenschnitt zum "Hintergrund" mit Erinnerungen an den 6. November 1996, der "Weltpremiere" der Videokokumentation, die mein Leben verändert hat. Dann geht es mit November 2008 weiter, wo sich mein Leben erneut verändern sollte.

 ☞  BIBLIOGRAPHIE


HINTERGRUND

Meine Grundlagen

In die Jahre 1995/1996 fällt für mich der Beginn der eigentlichen und öffentlichen Geschichts- und Gedenkarbeit im In- und Ausland zu der Verfolgtengruppe der lange "vergessenen" NS-Opfer mit dem lila Häftlingswinkel und anderer Verfolgten und Getöteten dieser Gruppe in besonderer Weise und als Herausforderung sowie gigantische Arbeit, ja fast Lebensaufgabe!

Zuvor hatte ich lediglich auf persönlicher Ebene jahrelang und im Rahmen meiner dienstlichen Arbeit als Sachbearbeiter und Korrespondent zu zeitgeschichtlichen Fragestellungen intensiv geforscht. Meine Arbeit umfasste damals Recherchen in Bibliotheken in Wiesbaden und Frankfurt am Main und in Archiven, kleinere Ausstellungen im Haus, schriftliche Beantwortung von Leserfragen* und Verfassen von Zeitschriftenartikeln, also über Sachthemen und von Lebensberichten, zum Beispiel von Verfolgten unter beiden deutschen Diktaturen und in der Sowjetunion, sowie für die Rubrik "Wir beobachten die Welt" (Watching the World) von 1980 bis 1986 (danach wurden alle Beiträge aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt und übernommen).

* Die Beantwortung von Leserfragen (1980 bis 1996) betraf Zeitschrifteninhalte und viele Wissensgebiete, bibelwissenschaftliche und exegetische sowie moralische Fragen, berührte medizinische Angelegenheiten und biologische Sachverhalte, wenn es um die Evolutionstheorie ging. Meine Interessen waren damit ziemlich breit gefächert, was bis heute nachwirkt.

Ebenso war ich zuständig für eine enorm umfangreiche Bibliothek, die die Mitte einer großen Etage einnahm, und eine Zeitungsausschnittsammmlung, die wir ab 1979 als Autoren/Redakteure (writers) und auch die Übersetzer (translators) im Haus für Recherchen benutzten. Habe mich also selbst auf einigen Gebieten projektgebunden sachkundig machen können und das Schreiben by doing gelernt, wobei akribisch gründliche Korrektoren (proofreaders) meine fertigen Manuskripte lasen und erst für die Veröffentlichung freigaben, nachdem der Text ihren hohen Ansprüchen genügte, was zum Beispiel Orthographie, Stil und Logik betraf. (Vom deutschen Korrektorat habe ich als Autor enorm profitiert und dadurch meine Schreibqualität verbessert.) Beim Schreiben lernte ich auch Zusammenhang und Konsistenz (consistency) zu beachten. Bei den Manuskripten hinterlegte Quellenbelege für Aussagen, Zitate und Statistiken gehörten zum Qualitätsstandard und als Nachweis für eventuelle spätere Nachforschungen oder Leseranfragen.

Alle Artikel wurden natürlich auch vom Leiter der "Schreibabteilung" (writing department) und einem Vorstandsmitglied der Gesellschaft bzw. dem deutschen Zweigbüro der Watchtower Society vorab gelesen und ggf. kommentiert.

Das seit 1977 im Büro (Verwaltung) und seit 1979 in der Redaktion angeeignete systematische Arbeiten wandte ich jetzt auf das von mir im Frühjahr 1996, nach meiner Rückkehr aus Brooklyn N.Y., ins Leben gerufene "Geschichtsarchiv" im Haus an, worauf ich unten näher eingehe.

Mit der Zeit hielt mir ein ständig größer werdendes fleißiges Archivteam quasi den Rücken frei von viel Büro- und Archivarbeit. Damit konnte ich mich mehr auf Kontakte, Recherchen, Referate, Artikel und Publikationen konzentrieren. Das Ziel war, ein bleibendes Gedenken und öffentlich zugängliche Forschungsgrundlagen zur Opfergruppe vor allem durch Veröffentlichungen zu schaffen.

Unterstützung

Das Watchtower Zweigbüro in Deutschland* unterstützte die Archiv-, Geschichts- und Gedenkarbeit, obgleich durch meine Eigeninitiative ins Leben gerufen (Basis war gegenseitiges Vertrauen), von 1996 an und einige Jahre lang großzügig mit Räumen, Mobilar und
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter innerhalb der Deutschlandzentrale in Selters/Taunus, dem "Bethel". Somit erhielt ich in lobenswerter Weise ein stetig größer werdendes Team, das bei der Erfassung und Dokumentierung der Verfolgungsopfer fleißig half.

* Das Watchtower Zweigbüro bildete im Laufe seiner weit über 100-jährigen Geschichte zusätzlich, neben den bestehenden US-amerikanischen Rechtskörperschaften in Deutschland (hier kurz Watchtower Society, New York [religiöser Verlag] und Watch Tower Society, Pennsylvanien [geistliche Führung], was im "Dritten Reich" zu der kuriosen Situation führte, dass die Zeugen Jehovas ab 1933 von den Nationalsozialisten erbittert verfolgt, aber ihre US-Rechtskörperschaften erst 1935, zunächst nach erfolgreichen gerichtlichen Interventionen der Watchtower-Gesellschaft, auf dem Gebiet des Deutschen Reiches verboten und aufgelöst werden konnten, was viele Historiker irreführend als "Reichsverbot" bezeichnen), eigene rechtliche Körperschaften im Land vor allem zum Schutz ihres Eigentums, zum Beispiel die Wachtturm Bibel- und Traktat-Gesellschaft, deutscher Zweig gemäß dem Vereinsrecht (das religiösen Vereinen ursprünglich besonderen Schutz gewährte, doch nach den Anschlägen des 11. September 2001 in New York wurde nur acht Tage später das sogenannte Religionsprivileg im deutschen Vereinsrecht gestrichen), heute zusätzlich als Körperschaft des öffentlichen Rechts, "Jehovas Zeugen in Deutschland, K. d. ö. R." (um den Schutzfaktor zu erhöhen).

Zum Zweigbüro, "Bethel" genannt, gehören neben der Verwaltung verschiedene Einrichtungen (siehe unten das Luftbild von Miguel Muñoz Rodríguez), wie Druckerei, Buchbinderei, Versand, Werkstätten, Redaktion und Bibliothek, Rechtsabteilung, Übersetzungs- und graphische Abteilungen, Wohnkomplexe und Versorgungseinrichtungen für die rund 500 bis 1000 hauptamtlichen Mitarbeiter ("Sondervollzeitdiener"), die die rechtliche Stellung von Ordensmitgliedern in einem selbstlosen gottesdienstlichen Werk haben und daher unter einem Armutsgelübde stehen. (Soweit mein Informationsstand bis 23. November 2008.)

Bildqelle: Geoview/Panoramio

Das mir damals selbst gesteckte und der Leitung (Vorstand, "Zweigkomitee" genannt, was die Weisungsgebundenheit vom Hauptbüro zeigt) vermittelte Ziel für die Archiv-, Geschichts- und Gedenkarbeit war die Bewahrung und Vervollständigung der Verfolgungsunterlagen und eine moderate proaktive Öffentlichkeitsarbeit auf der Grundlage dieser Archivmaterialien über Verfolgte und der unten genannten Videodokumentation sowie von Ausstellungen und das unter Einhaltung der Regeln und Prinzipien der Gemeinschaft, wie ich sie jahrelang beim Schreiben von informativen Artikeln für ihre Zeitschriften gelernt, beachtet und praktiziert hatte, zum Beispiel für die Rubrik "Wir beobachten die Welt" (durch Information indirekt eine message teilen, z.B. über den besonderen Nährwert einer Frucht und damit über gesunde Ernährung).

Zu den Archivarbeiten gehörte die Bewältigung der stetig wachsenden Korrespondenz mit Historikern, Gedenkstätten und Museen sowie Projektrealisierung, vor allem Ausstellungen im In- und Ausland.

Hinzu kamen Erfassungen bzw. Beweisaufnahmen für Überlebende in Verbindung mit
NS-Opferentschädigungsprogrammen (Holocaust-era asset restitution and indemnification), wie das der Schweizer Banken, Holocaust-Victim-Assets-Litigation ( HVAL), abgewickelt durch die International Organization for Migration in Genf (IOM), wozu neben dem "Swiss Fund" (Swiss Banks Settlement Agreement), der "German Fund" für durch Zwangsarbeit Geschädigte kam, das German Forced Labour Compensation Programme (GFLCP, vgl. ehemalige Website; siehe hier für Österreich). Im Mai 2001 waren allein drei Mitarbeiter des Geschichtsarchivs in Selters/Taunus volltags mit den umfangreichen Projekten beschäftigt und arbeiteten unter Hochdruck, um den letztmöglichen Termin (deadline), 11. August 2001, einzuhalten und die Beweiunterlagen für die zu entschädigenden NS-Opfer zusammenzustellen und fristgerecht an IOM zu senden.*

* Seit März 2001 durfte ich die ernannte Kontaktperson in Deutschland (local contact person) des Jehovah's Witness Holocaust-Era Survivors Fund, Inc. (JWHESF, mit Sitz in Patterson, New York) sein, das die oben genannten NS-Opferentschädigungsprogramme international für ihre Opfergruppe leitete. Das vom United States District Court for the Eastern District of New York (Hon. Raymond J. Dearie, Chief Judge; Robert C. Heinemann, Clerk of Court) ins Leben gerufene oben erwähnte NS-Opferentschädigungsprogramm erhielt und benutzte in ihren Grundsatzpapieren Informationen aus unserem Geschichtsarchiv in Selters/Taunus (Watchtower History Archive), auch über die von ihren Eltern damals entzogenen Kinder, die in NS-Heimen Zwangsarbeit leisten mussten, um das Ausmaß der Opferschädigungen in dieser Gruppe festzustellen.

Das sehr fleißige Team hielt mir, wie erwähnt, quasi den Rücken frei von viel Büro- und Archivarbeit und half damit, mich mehr auf Kontakte, Recherchen, Referate, Artikel und Publikationen zu konzentrieren. Mein Ziel war, ein bleibendes Gedenken und öffentlich zugängliche Forschungsgrundlagen zur Opfergruppe insgesamt zu schaffen, zum Beispiel durch Veröffentlichungen. (Da ich mit den Empfindlichkeiten der Gemeinschaft vertraut war, ließ ich die ArchivmitarbeiterInnen, mit einigen Ausnahmen, nicht unbedingt öffentlich arbeiten, also mehr im Hintergrund bleiben.)

Zwischen 2005 und 2007 wird dann die Unterstützung des "Geschichtsarchivs" (Watchtower History Archives) durch Weisungen aus der Weltzentrale in Brooklyn, N.Y. (Theodore Jaracz)
eingeschränkt, das Team allmählich verkleinert, die Archiv-, Geschichts- und Gedenkarbeit sollte letztlich auf ein passives Rumpfminimum reduziert (oder ganz eingestellt) werden.

Die
Dezimierung des "Geschichtsarchivs" in Deutschland hatte aus meiner Sicht auch etwas mit der späteren Drosselung der stark proaktiven Arbeit der parallel dazu neu entstandenen Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit (oder "Informationsbüro", ein Novum in der Gemeinschaft) zu tun, die im Laufe der Zeit von Hunderten Freiwilligen in Deutschland und anderswo begeistert und opferbereit unterstützt wurde.

Die neue PR-Abteilung in Selters/Taunus arbeitete in durchaus lobenswerter Weise sehr öffentlichkeitswirksam (teilweise unbewusst) mit einem übernommenen redaktionellen
Kardinalkonzept, das in vielen Dienstjahren (1979–) während meiner Arbeit in der Redaktion (Writing Department) gewachsen war, mir bewusst wurde als eine Art Schlüssel, nämlich, wie ich es für mich als Leitmotto zusammenfasste: "Inform the public, encourage the friends" (Die Öffentlichkeit informieren, die Bruderschaft 'ermuntern'/erbauen). Letzteres war eine erklärte Hauptmission der Gemeinschaft: durch religiöse Verkündigung "ermuntern" oder erbauen (biblisch und damit intern geistige "Speise" genannt), doch dasselbe Ziel konnte jetzt bei der Verfolgungsthematik durch sachliche Information und Präsentation historischer Fakten und Einzelschicksale erreicht werden, was gleichzeitig für Aussenstehende akzeptabel war!

Die neue PR-Abteilung berücksichtigte bei ihrer Arbeit aus meiner Sicht jedoch später nicht immer feinfühlig genug interne religiöse Empfindlichkeiten der Gemeinschaft im
Kontakt mit der Öffentlichkeit und mit gewissen Institutionen (aus religiösen Gründen hält man sich nämlich von der politischen, konfessionellen und weltanschaulichen "Welt" oder ihren Einrichtungen getrennt, eine Art biblisch begründete "christliche Neutralität"), was letztlich insgesamt zumindest einige Entscheidungsträger im Hauptbüro oder der Weltzentrale beunruhigte (Besprechung mit Theodore Jaracz und David Mercante aus Brooklyn, N.Y. am 20. April 2005 in Selters/Taunus), die zudem zwischen meiner Archiv-, Geschichts- und Gedenkarbeit und der Arbeit der neuen Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit ("Informationsbüro") unter Leitung von W. S. und seinen Kontakten offenbar nicht fair genug differenzieren konnten.*

* Bei einer Begegnung mit Theodore Jaracz hatte ich den Eindruck, dass er mich mit W. S. vom "Informationsbüro" verwechselt hatte, kurz innehielt, das Gespräch überdachte und dann offenbar anders als geplant durchführte; jedenfalls durfte ich im Beisein der Leiter in Deutschland (Vorstandsmitglieder, intern "Zweigkomiteemitglieder") mein Konzept erläutern und die Archiv-, Geschichts- und Gedenkarbeit danach wie bisher weiterführen, sehr zur Erleichterung der anwesenden Verantwortlichen des Zweigbüros in Selters/Taunus (Deutschlandzentrale). Später wurde es immer enger für mich.

Videofilm und "Weltpremiere" als Initialzündung

Das doppelte Arbeitskonzept "Inform the public, encourage the friends" durfte ich bei der Arbeit am Script der oben erwähnten Stand Firm- oder Standhaft trotz Verfolgung-Videodokumentation in New York City (Januar bis März 1996) konsequent umsetzen und "durchsetzen" (in freundlichen Diskussionen mit James N. Pellechia, dem wir überhaupt den später weltweit gezeigten Videofilm zu verdanken haben, eine wunderbare, aufgeschlossene Persönlichkeit, inzwischen seit 50 Jahren ein Mitarbeiter des Writing Departments, und der damals in der Zentrale für Kontakte zu öffentlichen Einrichtungen und zu den Medien zuständig war).

Und höflich "durchsetzen" vor allem durch die Erinnerung an James N. Pellechia, dass die Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, Prof. Dr. Sigrid Jacobeit, uns während der Filmaufnahmen dort eingeladen hatte, vor Ort die Filmpremiere durchzuführen und sie sicherlich keinen Verkündigungs-Film erwarte, sondern eine informative Dokumentation; wobei die Opfergruppe natürlich gleichzeitig auf ihre eigene spezifische Weise der Verfolgten und Todesopfer der NS-Diktatur gedenken würde. 

Ebenso kam das für die Gemeinschaft durchaus ungewohnte Konzept dieser Art "Information" (keine religiöse Verkündigung, z.B. keine Gebete oder biblischen Erläuterungen) konsequent zur Geltung bei der Organisierung und Durchführung der Videofilm-"Weltpremiere" am 6. und 7. November 1996 in Berlin und Ravensbrück (Pressekonferenz, Vorführungen KZ-Gedenkstätte und Technische Universität Berlin), wozu als Rahmen eine Ausstellung gehörte (siehe oben, die sich von der Art eine bereits in Frankreich gezeigte zum Vorbild nahm).

Allein aus diesem Grund behielt ich dabei quasi "sicherheitshalber" die konzeptionellen Fäden in der Hand. Nichts sollte den neutralen Gesamteindruck bei den innovativen Veranstaltungen sozusagen "stören" (die Bilder und Fakten sollten für sich sprechen, wobei jeder Zuschauer seine eigenen Schlüsse daraus ziehen würde).

Während natürlich das technische Drumherum, die arbeitsintensive Abwicklung von anderen übernommen und ausgezeichnet gelöst wurde. Zum Beispiel unter anderem die Frühstücks-Pressekonferenz in Berlin, die damals Bernd Proske, Rosenheim in enger Zusammenarbeit begeistert und professionell organisierte. Dazu faxte ich noch in der Nacht zuvor eine Erinnerungs-Pressemitteilung an unzählige Adressen der Berliner Pressekonferenz; am Morgen kamen zum "Frühstück" (einige fuhren danach mit zur Premiere nach Ravensbrück) Vertreter der Tagespresse der Hauptstadt und des Deutschlandfunks, Journalisten wie Henryk Broder, der auch für den Spiegel schrieb; an die Kontakte erinnere ich mich noch gern zurück.

Einige Stunden später an diesem 6. November 1996 erschienen dann zur feierlichen Premiere weiter weg von Berlin in der KZ-Gedenkstätte Ravensbrück in einem eigens von uns dafür hergerichteten Saal neben der Mahn- und Gedensstätte die Galadenen. Betroffene Überlebende, Zeitzeugen oder ihre Verwandten, weitere Journalisten, Historiker und Behördenvertreter, viele von weit angereist, teilweise aus dem Ausland.

Der deutsche Bundespräsident und der Ministerpräsident von Brandenburg waren von mir durch Briefe vom "Geschichtsarchiv", unterschrieben vom Vorstand Werner Rudtke, formal zur Uraufführung eingeladen worden; und sie erklärten dann mit freundlichem Bedauern ihr Nichterscheinen bei der Premiere in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, gleichzeitig fanden sie dabei anerkennende Worte für die filmische Dokumentation der Verfolgungsgeschichte der bislang "vergessenen" NS-Opfergruppe der Bibelforscher (Jehovas Zeugen) und KZ-Häftlinge mit dem lila Häftlingswinkel als signifikante und konstante Häftlingskategorie von 1933 an (vgl. Informationen, Studienkreis Deutscher Widerstand, Frankfurt am Main, Herbst 2004, S. 32-34), und sie begrüßten durchweg unsere Aufarbeitung.

Der Musterveranstaltung folgten vergleichbare Darbietungen im In- und Ausland, unter Mitwirkung von Überlebenden und Historikern, mit ähnlich positiver Resonanz von staatlicher Seite.

Später sollten Deutscher Bundestag (Benennung) und Landtage der Bundesländer (u.a. Ausstellungen) die NS-Opfergruppe öffentlich thematisieren oder sie in das Gedenken mit den anderen NS-Opfern einschließen (scheint inzwischen wieder in Vergessenheit zu geraten), was der Wichtigkeit der Thematik für die Geschichte dieses Landes (und Europas) und durchaus auch der Arbeit des damaligen "Informationsbüros" in Selters/Taunus und seinen vielen Helfern im Land geschuldet ist. (Doch ich sollte hier nicht vorgreifen.)

Zum Beispiel haben am nationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2007 (Holocaust Memorial Day) drei Bundesländer die NS-Opfergruppe der Bibelforscher/Zeugen Jehovas in den Mittelpunkt gestellt. Nämlich Nordrhein-Westfalen (siehe oben, wo die Ausstellung im Parlamentsgebäude des Landtags zu sehen war und vom Landtagspräsidenten Ulrich Schmidt eröffnet wurde) und Baden-Württemberg.* Sowie stellvertretend für das Land Rheinland-Pfalz hat die Stadt Mainz im Rathaus die Ausstellung gezeigt.

* Der Präsident des Landtags von Baden-Württemberg Peter Straub sagte am 27. Januar 2007 in der KZ-Gedenkstätte Oberer Kuhberg: "Unsere Hochachtung, die sich in Worten nur schwer ausdrücken lässt, gilt deshalb allen, die um ihres Glaubens oder ihres politischen Bekenntnisses willen Verfolgung erlitten und die eher den Tod hinzunehmen gewillt waren, als sich zu beugen.

Völlig verweigert haben sich den Ansprüchen des Hitler-Regimes als Religionsgemeinschaft nur die Zeugen Jehovas: Sie hoben die Hand nicht zum Hitler-Gruß; sie verweigerten den Eid auf 'Führer und Staat' ebenso wie den Wehr- und Arbeitsdienst; ihre Kinder traten nicht in die Hitlerjugend ein.

Die individuelle Akte des Widerstands waren Taten, die eine spezifische Stärke, ein besonders geschärftes Gewissen und einen unendlich festen Glauben erforderten. Früh, bereits im Jahre 1933, wurden die Zeugen Jehovas daher Opfer nationalsozialistischer Verfolgung: Sie verloren die Arbeitsstelle; sie gerieten in das Visier der Gestapo; sie wurden eingekerkert; sie wurden in den Tod der Konzentrationslager geschickt.

Die Zeugen Jehovas, die als KZ-Häftlinge einen lila Winkel an der Kleidung tragen mussten, waren die Einzigen, die das Ende des Martyriums durch eigenes Handeln hätten herbeiführen können – es hätte genügt, ein Revers zu unterschreiben, in dem sie ihrem Glauben abschworen. Sie taten es nicht. Zwölfhundert Zeugen Jehovas wurden in den Konzentrationslagern ermordet, zweihundertfünfzig als Kriegsdienstverweigerer hingerichtet. Für das Bewahren ihres Bekenntnisses haben sie ihr Leben geopfert.

Auch wenn die meisten von uns ihren Glauben anders leben als die Zeugen Jehovas – vor der Standhaftigkeit der Zeugen Jehovas gegenüber dem Nazi-Regime empfinden wir alle höchsten menschlichen Respekt. Obgleich die Zeugen Jehovas unerbittlich bekämpft wurden, fand ihr Verfolgungsschicksal in der Geschichtsschreibung bis in die 90er Jahre hinein leider nur wenig Interesse. Deshalb ist es mir wichtig gewesen, ihrem Schicksal heute hier an authentischem Ort auf dem Oberen Kuhberg - auch von Seiten des Landtags - besonderen Raum zu geben."

Mit dem Videofilm und dem Ausstellungsset nahm jedenfalls damals (1996) die neue Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit wirkungsvolle Werkzeuge in die Hand, und Aussenstehende, Bildungseinrichtungen und Medien im In- und Ausland nahmen die neutrale und informative Darbietung der Verfolgungsgeschichte der Gruppe durch die öffentlichen Videofilmvorführungen und die zahlreichen Ausstellungen positiv, erstaunt, dankbar auf. Unzählige Zeitungsartikel, Sendungen und Publikationen zum Verfolgungsthema waren damals die Folge.


23. November 2008 – heute (Baden-Württemberg, Bayern): Zweite Lebenszäsur und Neuorientierung. Rückzug ins Privatleben; neue Heimat, neue Freunde. Seit 2009 bin ich fast nur noch unter meinem zweiten Vornamen als Stephan bekannt (der schon früher in Gebrauch war) oder eben als Johannes STEPHAN WROBEL amtlich registriert.

November 23, 2008–today:
Starting a second life; a private "caesura," and reorientation. Retreat into private life; new home, new friends. Since 2009 I am almost only known under my middle name Stephan (who was already in use) or just as Johannes STEPHAN WROBEL as officially registered.

Rücktritt, Rückzug, Rückwärtssalto,
vorwärts und immer weiter ... 


Ende November 2008, zwölf Jahre intensiver Archiv-, Geschichts- und Gedenkarbeit sind vergangen, sehe ich meine Aufgabe insgesamt als Leiter des "Geschichtsarchivs" vor Ort beendet und reagiere darauf, ziehe mich vollständig zurück, wage einen persönlichen Neuanfang.*

* Für (religiöse) Online-Berufskritiker der Gemeinschaft, also extern, war damals mein Rücktritt und Rückzug ein gefundenes Fressen, eine kleine "Sensation", auf die sie mangels Informationen mit eigenen Spekulationen, Halbwahrheiten und falschen Tatsachenbehauptungen reagierten, jemand rätselte spekulativ über mein (scheinbares) "Verschwinden", betätigte sich als eine Art Sherlock Holmes. Was längst vergessen ist, ein alter Hut, nur Google will nicht vergessen, auch berufsbedingt, da mein Name "von allgemeinem öffentlichen Interesse" und die Angelegenheit gar "von erheblichem öffentlichen Interesse" sei, wie das Goggle-Team am 14.12.2016 formal schrieb, mit ihrem Mustertext eigentlich nur annehmen konnte. (Naja, kein Problem.) 

Zudem war die Zeit 2008 gekommen, mein Privatleben umzustrukturieren. Eine zweite Lebenszäsur überhaupt, ein neuer Lebensweg. Ähnlich wie die Zäsur von 1970/72 als blutjunger opferbereiter Mensch, damals uneigennützig und in Erwartung einer biblisch "verheißenen" unmittelbar bevorstehenden neuen Weltordnung; den Lebensentwurf und meine Prioritäten als Jugendlicher danach freiwillig ausgerichtet, für mich eigenverantwortlich bei Volljährigkeit entschieden (und niemals bereut, schaue dankbar zurück), aber auch vieles auf "später" verschoben.

Was ich beginne, führe ich auch zu Ende. Ich widmete mich 36 Jahre lang selbstlos, freiwillig und hauptamtlich meiner Arbeit bei der Watchtower Society, deutscher Zweig: Großbuchbinderei, Handbuchbinderei (Bibliotheksbücher repariert, restauriert, eingebunden); Sekretär (Verwaltung); Sachbearbeiter für Leserfragen, Bibliothek und Redaktion (Artikel, Lebensberichte), Geschichtsarchiv – sehr schöne Aufgaben rund um Bücher und Texte, unter liebenswerten und warmherzigen Menschen, ohne böse Worte oder Handlungen, vieles gelernt und Kenntnisse angeeignet (meine Universität), Learning on the Job – gut verbrachte Lebenszeit* (worauf ich in der literarischen Autobiografie detaillierter eingehe, die übrigens locker und unterhaltsam, so hoffe ich, geschrieben ist ...)!

* Ich erlebte 36 Jahre lang in der Einrichtung in Wiesbaden und Niederselters, "Bethel" genannt, unter 1000 Mitarbeitern aus etlichen Ländern, eine kleine friedliche freundliche vereinte "neue Welt" unter einem Dach – habe mich dort pudelwohl gefühlt, zufrieden. Hinzu kam auf Reisen im In- und Ausland das Erlebnis, Teil einer globalen und real vereinten, gastfreundlichen Bruderschaft ohne Ansehen der Rasse, des Geschlechts, des sozialen Standes zu sein. Über Spachschranken hinweg geistige Verbundenheit als Brüder und Schwestern zu erleben war toll. Keine Utopie. Das war damals in Selters/Taunus und weltweit bereits unter weltanschaulichen Vorzeichen relative Wirklichkeit innerhalb der Gemeinschaft geworden. Was ich ebenso auf meinen Reisen hautnah real erlebte. Sei es in Irland (Irische Reiseerinnerungen – ein Tagebuch [in Arbeit]), Puerto Rico, Nordamerika, England, St. Petersburg und Moskau, Schweden, andere Länder und Orte. Worüber ich in der literarischen Autobiografie berichte. Freude, echt. In der Tat, gut verbrachte Lebenszeit.

Mein Wechsel 2008, eine Zäsur, hatte mit einem anderen geistigen Gut zu tun: persönliche Freiheit, innere Freiheit. Eine freie Entfaltung der Persönlichkeit. Die ich auf eine mir eigene Art wahrnahm, ohne damit die damals selbst zuvor erlebte friedliche Welt, eine Gemeinschaft, die ich über die Eltern kennenlernte und der ich über 40 Jahre verpflichtet war, in Frage zu stellen oder an sich in Frage stellen zu wollen. Bin weltoffen, pluralistisch denkend, respektiere Weltanschauungen, ohne sie akzeptieren zu müssen. Mich als Kritiker anheuern zu wollen war vergebliche Mühe von "Ehemaligen", denn ich hatte real andere Erlebnisse mit der Gemeinschaft gemacht – mir scheint, ehemalige Mitglieder machen für ihre persönlichen Konflikte und Sorgen eine ganze Kirche verantwortlich, oder sozusagen einen Pfarrer, einen Lehrer, Elternteile, wen auch immer, oder projizieren auf die Genannten ihr Problem. Auch wenn uns vieles davon im Leben beeinflusst und geprägt hat, verantwortlich für unser Leben sind letztlich wir selbst. Aber dieser Teil gehört eigentlich mehr in die literarische Autobiografie, Teil II.

Diesmal aber, im November 2008, allerdings als gereifter Weltbürger, ging die Zäsur in eine entgegen gesetzte Richtung, einem anderen neuen eigenen Leben entgegen, einem neuen Realismus verpflichtet, "natürlich" und doch quasi, sozialpsychologisch gesehen, ein Rückwärtssalto. So kam es, so wurde es. Erneut tun und erreichen, was mir wichtig ist. Aber mit neuen Zielen im Hier und Heute meinem Leben eine andere Richtung geben, ein neues Leben ergreifen. Erfolg hat drei Buchstaben: TUN (Goethe). Nicht alles im Leben auf später verschieben (vgl. Monika Gruber, live 2011, Bayerischer Rundfunk, ☞ https://youtu.be/T-SNLqUjfK0).

Ein zweites eigenes gelebtes Leben sollte beginnen, privater Neuanfang, Teil Eins. Spannend und belebend (für mich), unfassbar (für einige intern). In der Tat ein schier unglaublicher persönlicher Kraftakt, in mancherlei Hinsicht: sozial, wirtschaftlich, seelisch/psychologisch. Ein Rückwärtssalto wie erwähnt und dann vorwärts ... was gelang (bislang), Gott sei dank. Und "immer weiter ...", was mein Motto nicht nur bei der gewerblichen Arbeit in der Neukundenakquise war (bis August 2018).

Welche Wirkung die beiden Zäsuren auf mein Leben ausübten, können (oder wollen) wie ich weiß, nur sehr wenige Mitmenschen wirklich ermessen, begreifen, verstehen, was für mich aber kein Problem darstellt und auch nicht wirklich wichtig ist (selbst wenn sich dann einige sehr wenige Personen von mir abgewendet haben, gar ärgerlich wurden oder Angst vor Missionsversuchen äußerten ... lach).

Gern widerhole ich: Das waren und sind meine eigenen Entscheidungen gewesen. Meine selbst gewählten Lebensinhalte. Meine Zufriedenheit.

Über die persönliche Lebens-"Wende" Nummer Eins und Zwei mehr Einzelheiten und Hintergründe in der literarischen Autobiografie (zur Zeit in Überarbeitung [d.h. sobald die neue Webseite www.jswrobel.net fertig ist] und überhaupt nicht trocken geschrieben, aber sachlich ...).

Foto "Augen-Blicke"


Denke und drücke mich gern auch visuell aus: Fotografische "Augen-Blicke" zunächst unter einem Pseudonym und "Künstlernamen" auf einem sozialen Netzwerk, nämlich "Stephan Castellio (Wrobel)" (inzwischen lautet der Profilname "Stephan Castellio Wrobel"),* mit weit über 1000 davon auf dem sozialen Netzwerk (Alben nicht mehr ohne FA sichtbar, siehe unten**) – daheim oder vielfach unterwegs gesehen (z.B. Katzen-Foto unten). Inzwischen entsteht eine Fotoauswahl davon auf meiner neuen Webseite www.jswrobel.net.

* Einige Jahre lang konnte man in meinem Profil unter "Info" lesen:

"Als künstlername (pseudonym) dient 'Castellio', das literarische gewissen von 1936 des Wieners Stefan Zweig, der während der diktatur im exil Castellio gegen Calvin – ein Gewissen gegen die Gewalt schrieb; hier ein brückenschlag von gestern nach heute. Hatte lange in dem zeitgeschichtlichen bereich im in- und ausland auf meine art erfolgreich geforscht & gearbeitet und trenne diese ernste welt von meiner heutigen fröhlichen knipserei, mancher fb-blödelei hier und neuen künstlerischen Versuchen in wort und bild – die trennung ich zu respektieren bitte."

In letzter Zeit begann ich allerdings ab und zu Bilder oder Kommentare zu posten, die sich indirekt oder direkt auf meine früheren vielseitigen Forschertätigkeiten beziehen, zum Beispiel am 27. Januar zum Gedenktag an (alle) Opfer des Nationalsozialismus.

Ein spezielles und eher statisches Profil in Englisch auf dem sozialen Netzwerk ist durchweg meiner Archiv-, Geschichts- und Gedenkarbeit 1996 bis 2008 gewidmet ( Screenshots). Ein drittes, ebenfalls eher inaktives Profil in Deutsch beinhaltet nur heutige berufliche Belange und Kontakte. Alle drei Profilseiten sind unten abgebildet.

** Seit kurzem heißt es dort in einer Erklärung zur Motivation meiner "Knipserei":

Viele fotoalben waren bislang öffentlich sichtbar, ab Mitte Mai vorläufig wieder nur für "fb-Freunde" (FA vorzugsweise wenn wir uns hier auf fb "kennen", zum Beispiel über eine der fb-Gruppen, oder noch besser persönlich begegnet sind irgendwo irgendwann ..., falls nicht, wäre auch kein problem, wenn du mir mit dem FA eine PN schreibst, warum du  mir einen FA sendest - danke und willkommen; manchmal bekomme ich FA von "geheimnisvollen" Personen, die sich nicht zu erkennen geben oder deren Profil nichts hergibt, daran liegt mir nichts, auch nicht an Werbung oder ausspioniert zu werden). Einige titelbilder und chronikbilder als werkbeispiele sind für jedermann schon immer sichtbar gewesen.

 "Geknipst" in der HDR-Qualität meines (alten) Smartphones; positive und manchmal humorige Schnappschüsse; dynamische Bilder, Straßenfotografie, zeige gern Menschen, die einem Foto Leben einhauchen, kleine Geschichten erzählen können ("human interest"). Oder geknipste "Wetterbilder" meist aus Freilassing/Salzburg (z.B. des schönen Berges Hochstaufen, den ich praktisch täglich vor Augen habe) und alle möglichen fotografischen "Beobachtungen". Einfach aus Spaß am Fotografieren!

Und als Reservoir für Erinnerungen und Fotos aus der Vergangenheit, um sie schneller (oder überhaupt) wiederzufinden.*

* Wie die Autobiografie letztlich zu Nachschlagenzwecken dient, so ergeht es mir als sensiblen visuellem Denker, der schon immer "anders" gelernt hat, mit der Fotokünstlerseite auf dem sozialen Netzwerk – so finde ich dort meine zahlreichen Fotos "Augen-Blicke" meist von unterwegs und die zeitnahen Beschreibungen relativ schnell wieder, wenn ich sie brauche. Nicht nur in der Fotografie, auch sonst spielen scheinbar (milde) Formen von Sensibiliät eine Rolle (vgl. High Sensitivity), was mir erst jetzt bewusst wird, jedoch noch näher zu erforschen wäre. 

 ☞  BILDERGALERIE

Die in der literarischen Autobiografie (zur Zeit offline in Überarbeitung [d.h. sobald die neue Webseite www.jswrobel.net fertig ist, hinzu kommt jetzt noch die Seite über AUGEN-BLiCKE POESIE (Texte aus der Jugendzeit), siehe unten], bitte noch um Geduld) erwähnte angestrebte "Leichtigkeit des Seins", Ernsthaftigkeit und doch manche Fröhlichkeit, eine empathische, positive und zuversichtliche Grundhaltung kann ich visuell oder durch Bildwerke intuitiv zum Ausdruck bringen – was ich als Fotokunst verstehe. Kunst ist bekanntlich Ausdruck  ...



© 2017 Stephan Wrobel



Brotberuf

Gewerbliche Tätigkeit seit 2009 zunächst als "Fachberater" in der Neukundengewinnung (Akquise) für die Firma eismann Tiefkühl-Heimservice GmbH, Mettmann innerhalb des Gebietes ihrer Vertriebsstation Sigmaringen (Baden-Württemberg).

Dann nach Umzug im April 2011 in das Gebiet der eismann-Vertriebsstation Amerang (Bayern) einige Jahre "Teammanager" als Vertragspartner der Firma Direct Scouts GmbH, Solingen (vorher Ratingen), die zwischenzeitlich für Eismann und andere Mandanten die Kundenakquise übernommen hatte. Damit erstreckte sich meine Tätigkeit über fünf bayerische Landkreise, auch wenn ich nicht immer dort überall unterwegs sein muss: Die Landkreise Berchtesgadener Land, Traunstein, Rosenheim, Mühldorf am Inn und Altötting.

Fast zehn Jahre physische und durchaus psychische Herausforderungen (jedenfalls für mich als Büromenschen, was ich aber gewohnt zu meistern bin) als Gewerbetreibender in der Neukundengewinnung durch Katalogabgabe gegen Anruferlaubnis zu Fuß von Haushalt zu Haushalt für die Firma Eismann bzw. Direct Scouts GmbH im Aussendienst bei jedem Wetter und Sonnenschein. Verbunden mit Pkw-Fahrten in Oberbayern von zeitweise monatlich über 2000 km (dazu kamen Fahrten zu Teammanager-Tagungen und Jahrestagungen auf eigene Kosten). Was mir allerdings viele schöne Erlebnisse und Eindrücke von Land und Menschen in Bayern beschert hat. Einige meiner fotografischen "Augen-Blicke" entstanden unterwegs bei der Arbeit.

Die Akquise an frischer Luft und unterwegs zu sein liegt mir. Von Januar bis August 2018 übte ich sie zumindest noch etwas nebengewerblich aus. Die Tätigkeit ist überhaupt ein sehr guter Haupt- oder Nebenverdienst, wenn die persönlichen Umstände passen, und falls sich jemand dafür interessiert, egal wo in Deutschland, einfach bei mir melden ( www.stephan-wrobel.de).

Führe also heute ein durchaus stilles und bescheidenes sowie noch immer ein relativ glückliches oder zufriedenes Leben quasi mit mir selbst und mit anderen.*

* Mein kleines "stilles" Leben wird nur ab und zu etwas gestört. Siehe zum Beispiel den Zeitungsartikel, "Wegen Parksünde 1200 Euro oder Gefängnis? Der Freilassinger Stephan Wrobel hat in Salzburg ...", in: Freilassinger Anzeiger, 10.12.2016, S. 29 (Reichenhallter Tagblatt / Passauer Neue Presse). Die Überschrift des Zeitungsartikels ist vom Chefredakteur Klaus Stronk und ursprünglich von mir absichtlich etwas überspitzt formuliert worden (von mir stammt das Rohmanuskript mit der Überschrift, der späteren Hauptschlagzeile, wobei "Gefängnis" als "eyecatcher" gedacht ist, um die Absurdität der unverhältnismäßigen Ahndung des vermeintlichen Parkvergehens in Salzburg als "Besitzstörung" zu unterstreichen). Worum ging's? Im Juli 2016 hatte ich einmal abends in Salzburg mit meinem Pkw auf einem großen Parkgelände geparkt; im September erfahren, dass diese Parkstelle aber "falsch" war (ein Kundenparkplatz); die "besitzgestörte" Firma in der Münchner Bundesstraße in Salzburg verlangte dafür mittels Anwalt zuerst 282,22 €, dann nach Einspruch 180 €, schließlich wollte der Kläger mich durch Gerichtsurteil zwingen und "bestrafen", bedeutend mehr Geld für die "Parksünde" zahlen zu müssen (mit Anwalts- und Prozeßkosten hätten es durchaus auch 2000 € werden können); daraus wurde aber letztlich nix. Eine kurze Zusammenfassung mit Links findet sich auf dem sozialen Netzwerk Facebook (öffentlich) sowie in einem klärenden Online-Leserbrief ( Screenshot).

Zunächst wohnte ich wie oben erwähnt in Baden-Württemberg unter Schwaben auf der Alb (Sonnenbühl). Seit April 2011 lebe ich in Freilassing/Salzburg unter Bayern und Österreichern mit Alpenpanoramablick und in unmittelbarer Nachbarschaft zur Stadt Salzburg; bin auch in Bad Reichenhall unterwegs. Motto: "Life is beautiful, und (innere) Freiheit ist bunt." Das war's. (Die literarische Autobiografie enthält mehr Details [zur Zeit offline, übrigens teilweise amüsant zu lesen ...].)


©2015 Stephan Wrobel 
© 2015 Stephan Wrobel

Unterwegs gesehen mit dem Smartphone in Piding (16.04.2015). Nicht die erste, nicht die letzte Katze ... (dazu gibt's hier vielleicht einmal einen Exkurs, wenn ich die Zeit finde ... [inzwischen habe ich dafür die Webseite www.jswrobel.net eingerichtet, siehe dort "Was, wie, warum und überhaupt (About)]).

Inhaltsverzeichnis (in Arbeit)




 
"Freilassinger Anzeiger / Reichenhaller Tagblatt", 2. März 2016 (Ausriss): Stephan Wrobel (Mitte, der Mann mit der Mütze ...) am 18. Februar 2016 bei einem Gruppenkochevent in der Montessorischule Freilassing, Gastgeber "Freilassing is(s)t: interkulturell, vegan",
Veranstalter Das KONTAKT - Stadt Freilassing.

Foto: 18. Februar2016



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Stephan Wrobel
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www.jwhistory.net - jwhistory research & studies, 1996-2008 (Quellen Geschichts- und Gedenkarbeit)
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www.stephan-wrobel.de - Berufliches nach 2008 (2009-2018)
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AUGEN-BLiCKE POESiE - mein Literarisches Allerlei gestern & heute (Texte) [in Arbeit]





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Zeitfenster aus meinem "ersten" eigenen Leben sozusagen.
Ende 2008 begann für mich dann ein neuer, eher "ruhiger", doch ebenfalls zufriedener Lebensabschnitt, quasi ein "zweites" eigenes Leben.



Johannes S. Wrobel

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Stephan Wrobel (beruflich), Freilassing/Salzburg


Stephan Castellio (Wrobel)
Stephan Wrobel, Foto "Augen-Blicke" daheim und unterwegs



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